"Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich
für Christian Schuhböck"


Medienberichte:
Forstzeitung 03 - 2009
Kronenzeitung, 22.01.2009
Kurier, 24.01.2009
NÖN - 2009, Woche 5
Schwarzataler Bezirksbote, 29.01.2009
Presseaussendung:
OTS-APA-Aussendung, 21.01.2009
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Mit Entschließung des Bundespräsidenten wurde Herrn Dipl. Ing. Christian Schuhböck, Generalsekretär der Natur-, Kultur- und Landschaftsschutzorganisation "ALLIANCE FOR NATURE", am 21. Januar 2009 im Marmorsaal des Regierungsgebäudes das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. In der offiziellen Begründung heißt es u.a.:

DI Christian SchuhböckBereits als Student setzte sich Herr Dipl. Ing. Christian Schuhböck für die Erhaltung und den Schutz des Natur- und Kulturerbes in Europa ein und gründete hierfür die "ALLIANCE FOR NATURE", die er seither als Generalsekretär leitet.

1988/89 organisierte er die Initiative "Rettet das Dorfertal", um einerseits die Ostalpen vor dem größten geplanten Speicherkraftwerk zu bewahren und andererseits den Nationalpark Hohe Tauern auch auf Tiroler Boden zu ermöglichen. Ebenso im Kampf gegen das Donau-Kraftwerk bei Hainburg und für den Nationalpark Donau-Auen östlich von Wien erwarb sich der Wiener in den 80er und 90er Jahren seine Verdienste.

Seit 1990 arbeitet der Landschaftsökologe im Sinne der UNESCO-"Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" und trug wesentlich zum Beitritt Österreichs zur Welterbe-Konvention 1993 bei. Erstmals in der österreichischen Naturschutz-Geschichte wandte Herr Dipl. Ing. Christian Schuhböck in den 90er Jahren nicht den "Nationalpark" sondern das "Welterbe" als Schutzinstrument an, um eine Natur- und Kulturlandschaft vor einem großtechnischen Eingriff zu bewahren. Denn im Landschaftsschutzgebiet "Semmering-Rax-Schneeberg" sollte ein 22 km langer Basistunnel errichtet werden, der die Semmeringbahn ersetzen würde. Selbst eine Klage und der damit verbundene Prozess wegen seiner öffentlichen Berichterstattung über die Gefährdung des Wasserhaushaltes hielten Herrn Dipl. Ing. Christian Schuhböck nicht davon ab, gegen das umstrittene Projekt mit Erfolg anzukämpfen. 1998 gelang es ihm, die Semmeringbahn mit ihrer landschaftlichen Umgebung in den Kreis der Welterbestätten zu führen. Die Semmeringbahn ist die erste Eisenbahn weltweit, der von der UNESCO zum "Welterbe der Menschheit" erklärt wurde. Im Jahr 2000 wurde durch seine Initiative die Wachau zum Welterbe erklärt. Herr Dipl. Ing. Christian Schuhböck hat diese zwei Welterbestätten gegründet und damit ehemals gefährdete Landschaften bzw. Kulturdenkmäler in Österreich unter den Schutz der internationalen Staatengemeinschaft gestellt.

Auch außerhalb der Grenzen Österreichs hat Herr Dipl. Ing. Christian Schuhböck für den Schutz herausragender Natur- und Kulturlandschaften gesorgt: So hat er dazu beigetragen, dass 2001 die Hochgebirgsregion rund um den Aletschgletscher samt Jungfrau, Mönch und Eiger in den Berner Alpen zum Weltnaturerbe ernannt wurde und auf sein Betreiben hin wurde diese Welterbestätte 2007 sogar um die großen Bergmassive Blümlisalp und Wetterhorn erweitert.

Die Initiativen von Herrn Dipl. Ing. Christian Schuhböck haben bereits weltweite Vorbildwirkung: 1999 wurde die indische Darjeeling-Himalaya-Eisenbahn zur zweiten Eisenbahn-Welterbestätte erklärt und 2008 wurde die Rhätische Bahn in der Schweizer Kulturlandschaft Albula/Bernina zur dritten Eisenbahn-Welterbestätte ernannt. 2002 wurde Deutschlands Fluss- und Kulturlandschaft des Oberen Mittelrheintales in die UNESCO-Welterbe-Liste aufgenommen.

Im Alliance-Büro langten zahlreiche Gratulationsschreiben ein, u.a. von Österreichs Umweltminister DI Josef Pröll, von Niederösterreichs Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, von der Darjeeling-Himalayan-Railway-Heritage-Foundation, der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, den Vereinigten Bürgerinitiativen Schwarzatal – Region Semmering, der Bürgerinitiative Grüner See – Natur (Tragöß/Steiermark), der Bürgerinitiative Gruibert – Schützt das Welterbe (Weiden am See/Burgenland), der Vereinigung der Freunde Grinzings (Wien) und der Österreichischen Gesellschaft für Kulturgüterschutz.